Freundesbrief vom 28.11.2016

Freundesbrief vom 28.11.2016

Es ist Advent. Erwartung liegt in der Luft.
In diesen Tagen voller Fragen über den Verlauf des Weltgeschehens und den daraus resultierenden Ängsten sind wir herausgefordert, Positionen zu finden, mit ihnen zu leben und zu ihnen zu stehen.
Während unseres letzten Gebetstages im Oktober, sahen wir uns durch den Heiligen Geist herausgefordert, das Joch der Beschuldigung gegen Gottes Volk zu zerbrechen. Wir spürten, dass es um Einheit unter den Christen ging. Gott forderte uns auf, gegen die unbiblische und unfassbare Situation der Konkurrenz und gegenseitigen Beschuldigung in den geistlichen Kampf einzutreten. Die Präsenz des Heiligen Geistes war so stark spürbar, dass wir uns kaum auf den Beinen halten konnten. Die geistliche Welt wird bewegt in solchen Momenten, in denen das Volk Gottes sich demütigt und das Angesicht Gottes sucht.

In Bremen warten wir voller Sehnsucht, wie viele andere Christen in ganz Deutschland, auf Erweckung in unserem Land. „Bremen wird Stadt der Heilung genannt werden!“, so hörte ich den Geist Gottes sagen. Dieser starke Impuls motiviert uns im Gebet und im Handeln für die Erfüllung dieser Prophetie einzutreten und wir warten darauf, ihre Erfüllung eines Tages zu sehen. An vielen Stellen geschehen schon jetzt Heilungen, die nie an die Öffentlichkeit gelangen.
Am dem Gebetstag vorausgehenden Gebetsabend waren wir intensiv in der Anbetung und Herrlichkeit Gottes, als ich in meinem Geist sah, wie sich über uns der Himmel einen Spalt breit öffnete. Ich sah Jesus und hörte seine Worte: „Ich bin in Vorbereitung.“ (der Erweckung). Dann erschien ein großer Schlüssel im himmlischen Spalt. Mir wurde klar, dass der Schlüssel ANBETUNG meint.

Anbetung ist der Schlüssel für Erweckung und die Öffnung der Tore des Himmels! Der Schlüssel ist aber auch ein Symbol im Stadtwappen Bremens. Einige Menschen glauben, dass Bremen der Schlüssel für die Erweckung Deutschlands ist. Dies ist ein gefährlicher Trugschluss, der zu Stolz verleitet. Für Bremen gibt es starke Prophetien und in Bremen gibt es Gebetshäuser, Gebetsräume und viele kleine Gebetszellen. Es gibt einen starken Aufbruch und wie Erweckungen es mit sich bringen – Widerstände aus den eigenen Reihen. (Beschuldigung gegen das Volk (siehe oben)). Das Prinzip Gottes bleibt immer gleich: Er erwählt das Schwache und Niedrige, wie in diesem Fall das kleinste Bundesland. So fällt Bremen sicherlich eine Schlüsselrolle in der Erweckung Deutschlands zu.
ABER: Erweckung kann nicht verwaltet werden. Sie geschieht nicht durch Wünschen oder Planen. Sie geschieht auf geistlicher und nicht auf seelischer Ebene. Wenn wir in Aktivismus verfallen, verstehen wir nicht, wie Gott handelt. Er hat alles vorbereitet, damit wir empfangen können, was wir sehnlich erwarten. Wie Kinder, die ihre weihnachtlichen Geschenke herbeisehnen, sollen wir erwarten, sehen und tiefe Freude erleben.

Worauf wartet Gott eigentlich? Warum dauert es so lange „bis Weihnachten ist“? Ist Erweckung nicht auch sein größtes Anliegen?
Kann es sein, dass es Gott um völligen Verzicht auf Eigenes geht. Kann es sein, dass er auf unsere Hingabe wartet? Kann es sein, dass Gott auf die erste Liebe seiner Kinder wartet? Die Liebe, die kein höheres Ziel hat, als ihn zu verherrlichen.

In Gottes Fluss des Lebens ist Freude die Fülle. Jesus ist dort. Viele von uns kommen zu Jesus mit ihren Wünschen und Bedürfnissen und auch mit Anbetung. Aber wir bleiben nicht. Wir holen und bringen etwas, aber wir verlassen den Fluss wieder. Jesus winkt uns her und wünscht sich, dass wir beständig und „spielerisch“ (ohne Verkrampfung) in seiner Gegenwart bleiben. Aus diesem spielerischen Fließen heraus bewegt sich die geistliche, und, als Folge daraus, die natürliche Welt.

Ich wünsche dir, dass du immer tiefer hineinkommst in diesen Fluss und in die Einheit mit Jesus, dem König aller Könige und Liebhaber der Seele. Dann fließen wir gemeinsam der Erweckung entgegen. In Anbetung und Einheit vereint.
Sei reich gesegnet! Meine Gebete begleiten dich!

Marika Reincke
29.11.2016

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